Protokoll zur 19. Sitzung des Kiezbeirats

19. Beiratssitzung

06.06.2018, 19:00 – 21:00 Uhr, Bürgersaal, Alte Schule

Kiezfonds

  • Antrag der IGD (Interessengemeinschaft Dörpfeldstraße)
  • Die Unterlagen zur Unterstützung eines Projektes im Rahmen der Fête de la Musique – Präsentation der Bühne auf dem Marktplatz wurden den Beiratsmitgliedern zugesandt (Kosten 2.200 €, Förderanteil 1.100 €)
  • Abstimmung (ja/nein/Enthaltung) 13/0/0
  • Dem Antrag wurde zugestimmt.

Kiezbeiratswahl

  • Die Wahl des Kiezbeirates für die nächsten 2 Jahre findet am 13.06.2018, 18:00 Uhr in der Verklärungskirche statt, Veranstaltungsdauer bis ca. 20 Uhr.
  • Wer kandidiert und für welche Bereiche? Es haben sich 15 Kandidat*innen gemeldet (davon sind drei neu Adlershofer*innen und 12 bereits aktive Beiratsmitglieder) sodass eine Liste mit 15 Kandidat*innen auf 15 stimmberechtige Beiratsmitgleider entsteht
  • Dem Vorschlag, aufgrund der geringen Beziehung auf eine Zuordnung der Kandidaten zu den Gruppen (Bewohner*innen, Gewerbetreibende, Eigentümer, Initiativen, Kultur- und Bildungseinrichtungen) zu verzichten und nur eine Wahlliste aufzustellen, wurde durch den Kiezbeirat zugestimmt. Die Arbeit des Beirates in den ersten beiden Jahren hat gezeigt, dass eine Zuordnung der Beiratsmitglieder zu einzelnen Vertretergruppen keine Bedeutung für den Diskussionsprozess und das Abstimmungsverhalten hatte.

GSM

  • Fete de la Musique
    • Die Flyer zur Fete werden an 4.100 Haushalte verteilt, Plakate werden am nächsten Freitag verteilt
    • Insgesamt spielen 21 Gruppen an vielen Standorten um die Dörpfeldstraße
    • Die Sparkasse ist mit einem Stand vertreten und verlost größere Beträge an Vereine
    • Der Kiezklub in Alte Schule ist in diesem Jahr erstmals Veranstalter. Fr. Milde informiert, dass der Kiezklub beim Kiezfonds eine Unterstützung beantragt. Da die Künstler zur Fete ohne Gage spielen, werden sie durch den jeweiligen Gastgeber bewirtet. Für das Projekt des Kiezklubs entstehen dadurch Gesamtkosten von ca. 125,- € (Förderanteil ca. 60,- €).
    • Stattbau prüft die Möglichkeit einer Antragsstellung durch öffentliche Stellen bzw. die eingesetzten Träger.
    • Abstimmung des Kiezbeirates zu dem mündlichen Antrag: Wer wäre grundsätzlich für die Unterstützung des Kiezklubs durch den Kiezfonds (ja/nein/Enthaltung) (9/0/4)
    • Im Fall einer positiven Rückmeldung des Fördergebers stimmt der Beirat damit für die Unterstützung des Kiezklubs aus dem Kiezfonds.
  • Stand Neuausrichtung Wochenmarkt
    • Durch das GSM wird weiter nach Angeboten gesucht, um den Wochenmarkt attraktiver zu machen (Ziele: breiteres Angebot). Fr. Bellot richtet an den Beirat den Aufruf, neue Marktstandanbetreiber bitte dem GSM zu empfehlen.
    • Anfrage: Die Kosten des Marktstandes betragen für Neueinsteiger 10 €, danach steigt die Standmiete.
    • Die Sanierung des Marktes soll in 2019 beginnen (eine Verzögerung kann durch die Prüfungsprozesse der Berliner Wasserbetriebe eintreten)
    • Darstellung der neuen Marktgestaltung durch den Eisladenbesitzer.
    • Hr. Prengel: Die bisherigen Themenmärkte waren nicht zielführend. Die Attraktivität hängt auch von Sitzmöbeln zum verweilen ab..
    • Rückmeldungen zu der Qualität des Marktes und die Bewertung der Neuerungen werden über Gespräche des GSM mit Passanten und Standbetreibern auf den Märkten eingeholt; kritisiert werden die frühen Abbauzeiten der Markthändler.
    • Mehrere Beiratsmitgleider fragen nach der Zielgruppe des Marktes (Preissegment, Öffnungszeiten)
    • Kaufkraftanalysen für das Gebiet sind ausreichend gut, Kaufkraft-starke Kunden konzentrieren sich vermutlich auf die Abendstunden, daher sind längere Öffnungszeiten und Konzentration auf den Mittwoch sinnvoll. Es sollen verstärkt Berufstätige als Zielgruppe angesprochen werden.
    • Ein wichtiges Problem von Einzelhändlern, welches die Beteiligung am Markt erschwert, ist der Personalmangel
    • Hr. Gregori empfiehlt zu Beginn eine Konzentration auf wenige Tage in Kombination mit einer “Umsatzausfall-Absicherung”
    • Stand Imagekonzept
    • Das aktuelle Image von Adlershof wirkt sich u.a. negativ auf Zusagen von Markthändlern aus.
    • Die Agentur Georg & Georg arbeitet am Imagekonzept und hat erste zahlreiche Ideenvorschläge erarbeitet. Die nach erster Prüfung in die engere Auswahl kommenden Ideen werden im August im Kiezbeirat vorgestellt.

Bericht aus der Verwaltung

  • Baumscheiben Th.-Müntzer-Straße
    • Nach Rücksprache durch Stapl mit dem Tiefbauamt wurde mitgeteilt, dass die Baumscheiben gleichzeitig als Niederschlagsversickerungsfläche dienen. Daher sind die Baumscheiben jeweils hälftig dem Niveau der Straße und dem Niveau des Gehweges angepasst. Ein „Auffülle der Senken“ ist nicht möglich, da sonst die Entwässerung nicht funktionieren würde. Das Unkraut in den Baumscheiben soll beseitigt werden.
    • Ein Projekt mit Baumpatenschaften durch Bewohner zur Gestaltung der Baumscheiben durch Anwohner*innen kann über AZ initiiert und gefördert werden.
  • Stand Marktpassage
    • Am 25.05.2018 hat ein Gespräch zwischen dem Investor und Herrn Hölmer und dem Stadtplanungsamt stattgefunden. Der Investor hat seine Planungsabsichten präsentiert (Neuerrichtung von Einzelhandelsflächen und Wohnnutzung).
    • Hinsichtlich der Nutzung auf dem Grundstück der Marktpassage mit Einzelhandel und Wohnen besteht grundsätzliche Übereinstimmung zwischen Bezirksamt und Investor. Über das Maß der baulichen Ausnutzung des Grundstücks besteht keine Einigkeit.
    • Im Rahmen der Fortschreibung der Machbarkeitsstudie zu dem Areal wird das Stadtplanungsamt die Dichte der Bebauung prüfen. Aufgrund der noch offenen Fragen wird die Studie zu einem späteren Zeitpunkt im Kiezbeirat vorgestellt.
    • Weitere Abstimmungsgespräche zwischen Investor und Bezirksamt wurden vereinbart.
    • Um an dem Standort der Marktpassage nach einem Abriss einen größeren Einzelhandelsstandort bauen zu können, ist ein Bebauungsplan notwendig
    • Hr. Prengel drückt die Sorge aus, dass der Investor abspringt, wenn das BA nur eine geringere Nutzungsintensität zulässt.
    • Hr. Gregorie fragt, ob der dort ansässige REWE innerhalb A-hofs verbleibt oder ersatzlos entfällt. Er befürchtet weitere Abwanderungen – Ein Erhalt von REWE wird unterstützt (Gespräche zwischen REWE und Geschäftsstraßenmanagement), da es sich jedoch um eine private Investition handelt, kann das Bezirksamt keinen Anbieter vorschreiben.
    • Es wird die ernste Befürchtung geäußert, dass durch Verzögerungen in den Verhandlungen oder bei der Sanierung des Marktplatzes der Einzelhandelsstandort verloren geht
    • Hr. Zaschel wird gebeten, Bemühungen des BAs zur Sicherung des Verbleibs von REWE zu erklären
    • Hr. Prengel kritisiert, dass trotz Interesse des Investors und dem Bedarf an Wohnungen die Planungsprozesse zu lange dauern und dass der Beirat zu wenig in diese Prozesse eingebunden wird.
    • Fr. Kästner bittet nachdrücklich, einen Ersatzort für die Eisdiele anzubieten.
    • Hr. Prochnow stellt den Einfluss des Beirates auf die Entscheidungen des BA in Frage.
    • Der Beirat fordert mehr Transparenz im Verfahren zur Marktpassage
  • Stand Verfahren Alte Schule
    • Die Vergabegespräche mit den Architekten im Anschluss an ein Europa-weites Ausschreibungsverfahren sind abgeschlossen. Numrich Albrecht Klumpp Architekten wurden ausgewählt; Zur auskömmlichen Finanzierung des Projekts geht das Stadtplanungsamt von weiteren erforderlichen Fördermittel über die bisher bereits gebundenen Mittel hinaus aus. Der Baubeginn ist für Ende 2019 / 2020 vorgesehen.
    • Hr. Prochnow bittet darum, dass der Beirat vor der Erstellung der BPU die Eckpunkte für die Erneuerung der Alten Schule gegenüber dem Architekturbüro verdeutlicht.
    • Fr. Pijorr kritisiert, dass der Gebäudeeigentümer Fachbereich Kultur nicht in das Vergabeverfahren einbezogen wurde.
    • Hr. Hanke erläutert, dass FM Hoch als die zuständige Abteilung des BA das Vergabeverfahren als formales Verfahren führt. Für die inhaltliche Ausrichtung des Projektes ist der Fachbereich Kultur zuständig. Das in diesem Rahmen erarbeitete Anforderungsprofil und Machbarkeitsstudie sind gemeinsam mit dem Fachbereich Kultur erarbeitet worden. Die Einbeziehung der in der Alten Schule ansässigen Einrichtungen und der jeweils zuständigen Fachbereiche des BA bei der Erarbeitung einer Planung ist Grundlage des Projektes.
  • Stand Fassadenleitfaden und Rückblick Tag der Städtebauförderung
    • Als Reaktion auf die Präsentation am Tag der Städtebauförderung wurden Überarbeitungshinweise für den Fassadenleitfaden aufgenommen, insbesondere eine stärkere Ausrichtung der Vorschläge auf die Dörpfeldstraße wurde gefordert.
    • Die Informationen zum Fassadenleitfaden auf den Rundgänge wurden gut aufgenommen, wobei die Teilnehmerzahl trotz Werbung zu gering ausgefallen ist.
    • Hr. Prochnow, der die Rundgänge inhaltlich mit seinem Wissen zur Dörpfeldstraße und A-hof begleitet hat, zeigt sich enttäuscht.

Bericht aus den Arbeitsgruppen

  • AG Marktplatz
    • Hr. Prengel berichtet, dass die AG Marktplatz einen neuen Standort für die Eilsdiele auf dem Marktplatz fordert

Sonstiges

  • Aktueller Stand Straßenquerschnitt Dörpfeldstraße
    • Ein Termin mit BA, Senatsverwaltungen und BVG hat 18.04.2018 stattgefunden. Mit einer abgestimmten Aufgabenstellung soll eine Vorplanung beauftragt werden, die die bisher vorliegenden Planungsergebnisse aus dem IVFK und die Hinweise des Kiezbeirates in Varianten untersucht und bewertet.
    • Die Ausschreibung für die Vorplanung wird mit AZ-Fördermitteln finanziert, mit Bereitstellung der Mittel können im Juni 2018 die Auswahl des Planungsbüros und die Vergabe erfolgen.
  • Stand Jugendzentrum Grimau
    • Eine Beantwortung der Stellungnahme des Kiezbeirates wurde durch das Stadtplanungsamt gefertigt und wird zurzeit mit dem zuständigen Jugendamt abgestimmt.
    • Der Beirat möchte zeitnah über den weiteren Verlauf des Projektes informiert werden (Einsicht der Stellungnahme)

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